Montag, 23. Mai 2016

Dr. Johannes Borbach-Jaene führt Stadt- und Landesbibliothek in die digitale Zukunft

Dr. Johannes Borbach-Jaene.
Foto: Katrin Pinetzki/Stadt Dortmund
Nach 16 Monaten kommissarischer Leitung hat Dr. Johannes Borbach-Jaene die Leitung der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund übernommen. Er folgt auf Ulrich Moeske, der im Oktober 2014 in den Ruhestand gegangen war.

Borbach-Jaene studierte Biologie an der Universität Osnabrück und promovierte mit einer Arbeit über arktische Gänse in der nordwestdeutschen Küstenlandschaft. Anschließend absolvierte er ein Fernstudium der Bibliothekswissenschaft an der Humboldt Universität Berlin. Bevor er 2011 an die Stadt- und Landesbibliothek Dortmund kam, arbeitete er an der Universitätsbibliothek Paderborn. Dr. Johannes Borbach-Jaene lebt seit 1999 in Dortmund, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Der 47-Jährige übernimmt eine Bibliothek, die dabei ist, sich von einer reinen Ausleihstation für Medien zu einem digitalen, teils virtuellen Lern- und Arbeitsort zu wandeln. Ein Beispiel dafür ist das vom Land NRW unterstützte Projekt „Kreatives Labor“, das durch moderne PC-Ausstattung und Anwendungsprogramme vielfältige Arbeitsmöglichkeiten bietet. Bestandteil des Projektes ist u.a. „video2brain“, das es Nutzerinnen und Nutzern mit Bibliotheksausweis erlaubt, sich vom heimischen Sofa aus weiterbilden.

video2brain: Weiterbildung auf dem Sofa

Mit „video2brain“ stehen den Nutzerinnen und Nutzern mit ihrem Bibliotheksausweis mehr als 67.000 Tutorials und Kurse zertifizierter Bildungsanbieter vor allem zu Computer-Software und IT-Themen zur Verfügung. Wie schneidet man seinen Urlaubsfilm? Welche Tricks gibt es bei der Bildbearbeitung? Wie setze ich einen eigenen Blog auf? Wer seine Nutzernummer unter www.stlb.dortmund.de eingibt, hat Zugriff auf Video-Trainings und Online-Kurse in bester Qualität. Ob es ums Programmieren von Apps geht, um Fragen des Marketings oder um die perfekte Präsentation: Fast 6000 lehrreiche Stunden und 1500 Kurse stehen zur Verfügung.

E-Books: Unterhaltung und Fachbücher auch direkt von zu Hause

Mit der Kundennummer können die Nutzer auch E-Books und E-Audios auf ihren E-Readern zu Hause nutzen – sowohl Belletristik als auch Fachbücher z.B. aus Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Pädagogik, Psychologie, Geschichte und Medizin. Viele können dauerhaft als pdf heruntergeladen werden. Auch internationale Fachmagazine sind elektronisch verfügbar – von „Sport und Gesellschaft“ über die „Theologische Rundschau“ bis zu „Neue Kriminalpolitik“.

Digitaler Lernort nicht nur für Jugendliche

Wer wissenschaftlich arbeitet, muss heute nicht mehr zwingend tagelang in Bibliotheken verschwinden. In der Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek lernen Schülerinnen und Schüler, online Literatur zu recherchieren und zitierbare Quellen in Büchern und Aufsätzen finden, ohne den heimischen Schreibtisch zu verlassen. Um die Jugendlichen in die (Online-)Literaturrecherche einzuführen, hat die Stadt- und Landesbibliothek Schulungen konzipiert, die von den Schulen dankbar angenommen werden. Die Stadt- und Landesbibliothek ist deutschlandweit führend als Anbieter solcher Kurse, die jährlich allein von rund 3500 Oberstufenschülern und Studierenden wahrgenommen werden – aber auch von vielen anderen Lernenden und Arbeitenden, z.B. in beruflicher Aus-, Fort- und Weiterbildung.

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