Sonntag, 29. Mai 2016

Seniorentanztheater: Neue Produktion feiert Premiere

Unter professioneller tanzpädagogischer
 und choreographischer Leitung erarbeitet
ein 28-köpfiges Ensemble von Frauen und
 Männer im Alter von 55 bis 80 Jahren
 jedes Jahr eine Choreographie 

Bild: Mark Hoskins
Das Seniorentanztheater des Balletts Dortmund hat mit seiner neuen Produktion *L*ECHTS & *R* INKS KANN MAN(N) NICHT VE*L*WECHSE*R*N am Samstag, 11. Juni 2016, um 20 Uhr im Ballettzentrum Dortmund Premiere.

"Lechts und rinks kann man nicht velwechsern, werch ein illtum", dichtete das österreichische Sprachgenie Ernst Jandl. Das poetische Augenzwinkern wird für das Seniorentanztheater in dieser Spielzeit zum Programm. Vom scheinbar Feststehenden erzählt das neue Stück des Seniorentanztheaters Dortmund, von Lebensrollen und Rollenleben, wobei die Mitwirkenden ihre sehr persönlichen Lebenserfahrungen einbringen. Vom Leben als Zufall und dem Zufall, der zum Leben wird. Als Choreograph konnte in diesem Jahr Mark Hoskins gewonnen werden.

*L*ECHTS & *R* INKS KANN MAN(N) NICHT VE*L*WECHSE*R*N handelt von dem "ewigen Konflikt" zwischen Männern und Frauen, die stets in entgegengesetzte Richtungen gezogen werden und doch immer wieder versuchen, irgendwie zusammenzukommen. Dabei entstehen Situationen, die unabhängig vom Alter immer wieder im Leben auftreten: Das erste Rendezvous, sich verlieben aber auch wieder trennen. Genauer interessiert Hoskins aber auch, wie sich alte Menschen ihren Gefühlen stellen. Dürfen alte Menschen sich verlieben, Sex haben und sich dabei möglicherweise auch blamieren?

Mit der Gründung dieses Seniorentanztheaters des Ballett Dortmund 2009 hat Ballettdirektor Xin Peng Wang zusammen mit dem Kulturbüro der Stadt Dortmund ein Zeichen gesetzt: Die Ruhrmetropole soll Tanzstadt werden. Das Seniorentanztheater unter der Leitung von Barbara Huber hat seither immer wieder Spielräume für individuelle Kunstprojekte eröffnet und Kunstinteressierten ermöglicht, ihr eigenes Ausdrucksvermögen in künstlerische Prozesse einzubringen. Unter professioneller tanzpädagogischer und choreographischer Leitung erarbeitet seitdem ein 28-köpfiges Ensemble von Frauen und Männer im Alter von 55 bis 80 Jahren jedes Jahr eine Choreographie. Die Zuschauer erwarten Inszenierungen, in denen der aufregende, überraschende und einzigartige Ausdruck des gereiften Körpers sichtbar wird - natürlich, unprätentiös und jenseits jedes jugendlichen Strebens nach physischer Perfektion.
Weitere Vorstellungstermine:

Sonntag, 12. Juni, um 18 Uhr
Freitag, 17. Juni, um 20 Uhr
Sonntag, 19. Juni, um 18 Uhr

Karten sind erhältlich an allen bekannten Vorverkaufsstellen, an der Theaterkasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231 50 27 222, oder im Internet auf

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