Sonntag, 12. Juni 2016

Die europäische Stadt: Vortrag und Gespräch im MKK

Hans Stimmann. Bild: privat
Die traditionelle europäische Stadt erlebt ein Comeback: Nachdem die Leitbilder der Stadtentwicklung in den Nachkriegsjahrzehnten häufig wechselten, hat inzwischen eine Ernüchterung über die gebaute Wirklichkeit eingesetzt, konstatiert Honorarprofessor Dr. Hans Stimmann in seinem Vortrag am Donnerstag, 19. Juni, 18 Uhr im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK). In der Reihe „Stadtgespräche im Museum“, die sich in diesem Jahr rund um die Grenzen und Identitäten Europas drehen, spricht er über das „Leitbild Europäische Stadt. Lebensweise und ästhetisches, soziales und wirtschaftliches Versprechen“. Priorität haben demnach nun Straßen und Plätze als öffentliche Räume, die durch individuelle Häuser gebildet werden.

Ist dieses neue, an der Tradition orientierte Leitbild realistisch? Oder ist es nur ein weiteres politisches Versprechen einer besseren, überschaubaren und städtischen Umwelt? Stimmann reichert seinen Vortrag u.a. mit Beispielen aus seiner Berliner Erfahrung als Senatsbaudirektor an. Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei.

Dr. Hans Stimmann ist Honorarprofessor an der TU Dortmund. Er war Bausenator in Lübeck und langjähriger Senatsbaudirektor sowie Staatssekretär für Planung in Berlin. Dort prägte er den Städtebau der Bundeshauptstadt nach dem Fall der Mauer nach dem Leitbild der europäischen Stadt. Er studierte Architektur sowie Stadt und Regionalplanung in Berlin. Er lehrte u.a. in Berlin und Hamburg-Harburg.

Die Reihe „Stadtgespräche im Museum“ ist eine Kooperation zwischen MKK und TU Dortmund. Referentinnen und Referenten unterschiedlicher Disziplinen beleuchten in diesem Jahr das Oberthema „Europa. Grenzen und Identitäten“. Eine hauseigene FM-Anlage steht kostenlos zur Verfügung. Die nächste Veranstaltung am 30. Juni mit Joost Baarssen von der TU Dortmund wird in englischer Sprache gehalten und dreht sich um Anti-Europäismus in den USA.

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