Mittwoch, 31. August 2016

Oper eröffnet Spielzeit mit "Faust" von Charles Gounod

Charles Gounod
Mit Charles Gounods erfolgreichster Oper FAUST eröffnet die Oper Dortmund die Spielzeit 2016/2017. Die Oper, die lange Zeit unter dem Titel MARGARETHE aufgeführt wurde, hat am Samstag, 17. September 2016, um 19.30 Uhr im Dortmunder Opernhaus Premiere. Mit dem Co-Direktor der Royal Opera Covent Garden London, John Fulljames, konnte einer der internationalen Regiestars für die Oper Dortmund gewonnen werden. Die Partie der Marguerite wird von Publikumsliebling Eleonore Marguerre übernommen. Lucian Krasznec wird die Rolle des Faust singen. Karlheinz Lehner, Morgan Moody sowie Luke Stoker werden alternierend als Mephistopheles zu sehen sein.

Doktor Faust ist in der Krise. Er glaubt, mit seiner Gelehrten-Existenz sein Leben vergeudet zu haben. Wenn er noch mal jung sein, noch mal von vorne anfangen könnte! Vielleicht kann der Teufel helfen? Mephisto wird herbeigerufen und weiß Rat. Nur eine kleine, blutige Unterschrift unter den Vertrag mit dem Gesandten der Hölle, und Faust ist wieder ein junger Mann und will Sex. Objekt seiner erotischen Begierde ist Marguerite, ein unschuldiges und wenig lebenserfahrenes junges Mädchen, die Fausts Charme und Geschenken wenig entgegenzusetzen hat. Ihre Beschützer sind Siébel, der sie liebt, und Valentin, ihr Bruder, doch beide können gegen die diabolische Macht Mephistos nichts ausrichten. Die schwangere Marguerite fühlt sich von Gott verlassen und versinkt in Verzweiflung, während sich ihr Liebhaber längst anderen Vergnügungen zugewandt hat. Obwohl Marguerite schließlich als Kindsmörderin im Gefängnis sitzt, bleibt ihr das himmlische Erbarmen nicht verwehrt. Faust hingegen ist für alle Ewigkeit an Mephisto gekettet.

In zwei der wichtigsten Opernhäuser der Welt war Gounods Faust ein Kassenschlager: An der Pariser Opéra und der New Yorker Met erlebte die Oper nicht endende Aufführungsserien und ist noch heute ein Pfeiler des Repertoires. Auch die übrige Opernwelt war von Gounods Stück hingerissen, mit nur einer Ausnahme, dem Mutterland des Faust-Stoffs, Deutschland. Gounods Faust, eine der vollkommensten Schöpfungen der französischen Oper im 19. Jahrhundert, durfte in Deutschland lange Zeit nur „Margarethe“ heißen, um nicht mit dem Werk des Nationaldichters Goethe verwechselt zu werden. Zwar sind viele Motive der Oper auf Goethes Tragödie zurückzuführen, doch ist die Geschichte vom deutschen Gelehrten für Gounod und seine Librettisten vor allem ein idealer Rahmen, um eine ergreifende Handlung von Liebe, Hingabe, Rücksichtslosigkeit und Egoismus auf die Bühne zu bringen. Die Oper nähert sich dem, was der Faust-Stoff ursprünglich war: ein Volksbuch, in dem sich wilde Gesellen um schöne Frauen streiten.

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de

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