Donnerstag, 8. September 2016

Phoenix-See: Skulpturenpfad am Kaiserberg eröffnet

Künstler Jan Bormann und
Oberbürgermeister Ullrich Sierau
 'spielen' mit dem Roller-Ball

Bild: Dortmund-Agentur / Thomas Kampmann
Am so genannten Kaiserberg am Nordufer des PHOENIX Sees, auch bekannt als Landschaftsbauwerk, ist am Sonntag, 4. September, der Skulpturenpfad feierlich eröffnet worden.

Jan Bormann, Walter Hellenthal und Bernd Moenikes haben die Kunstwerke gestaltet. Gestiftet wurden sie vom Verein "Schlanke Mathilde Hörde e.V.".

"Roller-Ball" heißt die Steinskulptur des Künstlers Jan Bormann (Jahrgang 1939) aus Castrop-Rauxel: Eine Kugel aus Rotlava, die ihre Wirkung vor dem grünen Hang entfaltet. Es ist nicht die erste Arbeit des Bildhauers am PHOENIX See: Bormann ist dort bereits mit seiner "Flüsterbrücke" vertreten. Sein "Roller-Ball" spielt mit den Farbkontrasten und überzeugte die Jury durch seine Fernwirkung und den Gegensatz zwischen Stillstand und Bewegung, der sich in der Skulptur ausdrückt.

Walter Hellenthal kombiniert in seiner Plastik, der er keinen Titel gegeben hat, Naturstein (Anröchter Dolomit) und farbigen Corten-Stahl. Der Künstler, 1946 in Dortmund geboren, lebt und arbeitet in Herdecke.

Von Bernd Moenikes (Jahrgang 1955) kommen "Friendly Heads" an den See – fünf bewegliche Köpfe aus Edelstahl. Der Dortmunder Künstler ist bekannt für seine Holz-, Bronze- und Steinfiguren im öffentlichen Raum, u.a. im Rombergpark. Sie stehen für das spielerische und interaktive Element in der Kunst.

Die Idee zu einem Skulpturenpfad am PHOENIX See hatte vor zwei Jahren Monika Pfeiffer, selbst Künstlerin und Vorsitzende des Stiftungsrats der Kulturstiftung Schlanke Mathilde. An der Ausschreibung für den Skulpturenpfad waren ausschließlich Künstlerinnen und Künstler aus den vier in Dortmund aktiven Künstlerverbänden beteiligt. Zur Jury gehörten u.a. Wolfgang E. Weick (ehemaliger Leitender Direktor der Städtischen Museen), Rosemarie E. Pahlke (Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum) und Architekt Richard Schmalöer. Die Kulturstiftung nahm für den Skulpturenpfad rund 50.000 Euro in die Hand.

Ursprünglich sollten die Skulpturen auf dem Plateau des Kaiserberges aufgestellt werden. Das scheiterte u.a. an der Traglast des Untergrundes und der Tatsache, dass der Zugang zu den Kunstwerken nicht behindertengerecht gewesen wäre. Jetzt ist der Skulpturenpfad für alle See-Besucher erreichbar. Zudem bilden die drei Objekte eine Sichtachse.

Die Begrüßung der zahlreichen "Premierengäste" nahm am Sonntag Diethart Döring (stellv. Vorsitzender des Vereins Schlanke Mathilde Hörde) vor. Danach sprachen Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Hördes stellv. Bezirksbürgermeister Klaus Tillmann. Eine Einführung in die Werke gab anschließend Wolfgang E. Weick, ehemaliger leitender Direktor der Städtischen Museen.

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