Samstag, 5. November 2016

MKK zeigt seine traditionelle Weihnachtsausstellung

Der Ursprung der verschiedenen Gestalten
 liegt meist im Volksglauben oder der
 jeweiligen Religion. Die Festivitäten und Bräuche
 sind eng an die Wintersonnenwende geknüpft. Mit der
 Umwandlung der einst heidnischen Feste in
 christliche erfolgte ein erster Wandel der Gestalten.
Bild: Museum für Kunst und Kulturgeschichte,
Cathleen Tasler, 2016
Die Weihnachtsausstellung des Museum für Kunst und Kulturgeschichte widmet sich ab 5. November den Gabenbringern und anderen Weihnachtswesen. Bis Anfang Februar nimmt das Museum Besucher mit auf eine Entdeckungsreise durchs weihnachtliche Europa.

Mit leuchtenden Augen erwarten Kinder hierzulande in der Weihnachtszeit sehnsüchtig den Weihnachtsmann oder das Christkind. Neben diesen beiden in Deutschland verbreiteten Gabenbringern beschenken im europäischen Raum auch andere Wesen die Kinder.

Die Heiligen Drei Könige bescheren in Spanien am 6. Januar, während in Italien am selben Tag die schaurige Hexe Befana die Kinder besucht.

In seiner traditionellen Weihnachtsausstellung präsentiert das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) in diesem Jahr die breite Vielfalt an Gabenbringern und Wesen, die im europäischen Raum die Weihnachtszeit beleben. Titel der Ausstellung: "Morgen kommt der...?"

Vom 5. November 2016 bis 5. Februar 2017 nimmt das MKK Besucherinnen und Besucher mit auf eine Entdeckungsreise durchs weihnachtliche Europa: Während des Rundgangs kann man 12 verschiedene Gabenbringer und andere Weihnachtswesen sowie die mit ihnen zusammenhängenden Bräuche und Traditionen kennenlernen.

Väterchen Frost und die Hexe Befana


Für seine 16. Weihnachtsausstellung hat das MKK mehr als 180 Objekte aus elf Ländern zusammen gesucht: Die Ausstellungsstücke stammen aus Russland, Deutschland, der Schweiz, Schweden, Finnland, Island, Tschechien, Polen, Österreich, Italien und den Niederlanden. Dazu gehören vier Heiligenikonen aus dem Ikonen-Museum Recklinghausen, ein sorbisches Christkind aus dem sorbischen Kulturzentrum Schleife in der Lausitz, zwei Krampusmasken aus Österreich, schwedische Wichtel und die italienische Hexe Befana. Von den Weihnachtsbräuchen in anderen Ländern erzählen auch zwei Filme: Zu sehen sind ein Umzug des Krampus-Vereins "Locos diavolos" in Niederösterreich und eine Bescherungsszene mit dem Nikolaus und dem Knecht Ruprecht.

Der Ursprung der Gestalten ist meist in der Religion oder im Volksglauben zu finden. Einige weisen wie der Heilige Nikolaus eine lange Historie auf – alle unterliegen jedoch einem stetigen Wandel. Auch Politik und Gesellschaft nehmen Einfluss auf die Figuren und ihre Bedeutung, wie sich bei Russlands "Väterchen Frost" oder dem niederländischen "Zwarte Piet" zeigt.

Für die Ausstellung kooperiert das MKK mit der Kirchhörder Grundschule, der VHS, der Stadt- und Landesbibliothek und verschiedenen Einzelhändlern in der Hansastraße. Grundschüler haben Sterne mit Weihnachtswünschen für die Ausstellung gebastelt, die VHS bietet verschiedene Seminare zum Thema "Weihnachten in aller Welt" mit einem Kurzbesuch im Museum, die Stadtbibliothek ist als Leihgeber eingebunden und bietet eine Lesung von Weihnachtsmärchen (10. und 18. Dezember, 16-17 Uhr). Außerdem machen an mehreren Schaufenstern entlang der Hansastraße verschieden Gabenbringer auf die Ausstellung aufmerksam.

Begleitprogramm zur Ausstellung [pdf, 6 kB]
Museum für Kunst und Kulturgeschichte

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