Donnerstag, 10. November 2016

Oper: Zauberflöte vor der Premiere / Matinee bereits am 13. November

Opernsängerin Tamara Weimerich. Foto: Theater Dortmund
Wolfgang Amadeus Oper DIE ZAUBERFLÖTE wird am Samstag, 26. November 2016, um 19.30 Uhr im Opernhaus Dortmund Premiere haben. In der Regie von Stefan Huber und der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz werden Joshua Whitener als Tamino, Ashley Thouret und Tamara Weimerich alternierend als Pamina, Morgan Moody als Papageno sowie Karl-Heinz Lehner und Luke Stoker ebenfalls alternierend als Sarastro zu sehen sein. Zum ersten Mal an der Oper Dortmund ist der venezolanische Bühnen- und Kostümbildner José Luna zu Gast an der Oper Dortmund.


Stefan Huber, der als Musical-Regisseur bestens bekannt ist, wird mit der ZAUBERFLÖTE sein Operndebüt geben.

Bereits am Sonntag, 13. November 2016, 11.15 Uhr, führen Kapellmeister Philipp Armbruster, Regisseur Stefan Huber und die Dramaturgin Wiebke Hetmanek in die Oper ein. Die Solisten Ashley Thouret, Tamara Weimerich, Morgan Moody, Karl-Heinz Lehner und Joshua Whitener werden musikalische Kostproben vorstellen.


Zauberoper, Maschinenstück, Weltanschauungsdrama, Vorstadttheater: Mozarts Zauberflöte eignet sich für viele Schubladen. Die Spitzentöne der Königin der Nacht gelten als Beleg für das Artifizielle der Gattung Oper, ebenso wie der Vogelfänger Papageno für deren Volkstümlichkeit steht. Die Textdichtung wurzelt in der Tradition des Wiener Volkstheaters. Der Librettist Emanuel Schikaneder war ein Theatermann durch und durch, nicht nur als Autor, sondern vor allem auch als Schauspieler, Ausstatter und Direktor des Wiedener Theaters.

Geschichten über den Sieg der Liebe waren in Mode, Bühneneffekte und phantastische Welten ein Muss, das Zusammenspiel von komischen und ernsten Elementen gang und gäbe. Doch DIE ZAUBERFLÖTE geht über eine einfache Märchenoper hinaus. Das liegt nicht nur an den humanistischen Ideen, die sich im Libretto finden, sondern vor allem an Mozarts Komposition, die neben dem schlichten Volkston, den halsbrecherischen Koloraturen oder abgrundtiefen Noten eben auch ehrlich empfundene Arien, bewegende Duette und kontemplative Chöre beinhaltet. Eine dankbare Aufgabe für das Ensemble der Oper Dortmund, das für seine Mozart-Interpretationen gefeiert wird.

Stefan Huber, bekannt als renommierter Musical-Regisseur (Funny Girl, Next to Normal), wird mit der ZAUBERFLÖTE seine erste Oper inszenieren. Er hinterfragt Sarastros Heilsversprechen; denn die Intransparenz von geheimnisvollen Männerbünden und Mysterien bereiten heutzutage eher Unbehagen. Doch auch heute gibt es Mächtige, die eine Welt vorgaukeln, in der es eine eindeutig Zuordnung von Gut und Böse gibt, und die ihre Moral wie Sarastro aufzwingen: Unterhaltungskonzerne liefern Fantasiewelten und einer Reihe von Fabelwesen, Prinzen, Prinzessinnen, bösen Königinnen, strengen Herren und eine Gut-und-Böse-Moral, die oftmals kritiklos konsumiert wird. Ob Tamino sich vertrauensselig von dieser Welt einvernehmen lässt, wird sich zeigen.

Huber zur Seite steht der venezolanische Künstler José Luna, der in seinen fantasievollen Ausstattungen mit Moden und Theatertraditionen verschiedener Jahrhunderte jongliert und daraus seinen unkonventionellen, humorvollen Stil entwickelt. Gemeinsam werden sie den theatralen Aspekt des Werkes nicht zu kurz kommen lassen.

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de

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