Montag, 5. Dezember 2016

Urban Space Station landet an der Faßstraße in Hörde


Das Kunstwerk "Urban Space Station" der australischen Künstlerin Natalie Jeremijenko soll die Urbane Landwirtschaft in Hörde bekannt machen. Der Beschäftigungsträger GrünBau gGmbH will es dazu technisch ertüchtigen und auf der Wiese an der Faßstraße vor der Wohnanalage des ehemaligen Magazingebäudes aufstellen.

Der Verwaltungsvorstand gab dafür grünes Licht.

Im Kern handelt es sich bei der Urban Space Station um eine sogenannte Aquaponik-Anlage, eine Art Gewächshaus mit angeschlossener Fischzucht. Die Fische leben in einem Bassin unterhalb des Gewächshauses und reichern durch ihre Ausscheidungen das Wasser mit Nährstoffen an.

Dieses Wasser wird durch die Pflanzkästen gepumpt, die Pflanzen nehmen die Nährstoffe auf, und das gefilterte Wasser fließt zurück zu den Fischen. In der Kombination erhält man sowohl ein sehr ertragreiches Gewächshaus als auch eine kleine Fischzucht. Je nach Wassertemperatur können dort Graskarpfen, Tilapia oder andere Fische gezogen werden.

Das System lässt sich in kleineren Maßstäben auch im Hof, im Garten oder auf dem Balkon umsetzen; die Urbanisten e. V. an der Rheinischen Straße experimentieren seit einigen Jahren bereits erfolgreich mit solchen Systemen.

Lust am Gärtnern in der Stadt vermitteln


Die Urbanisten begleiteten auch das Projekt der Emscherkunst-Ausstellung im Sommer, als die Urban Space Station auf dem Zwischendach des Bürohauses SWAN am südlichen Seeufer stand und viel Beachtung erhielt. Inzwischen hat GrünBau die Anlage abgebaut und eingelagert. Im Februar soll sie dann mit etwas veränderter Technik am neuen Standort wieder aufgebaut werden. Das Jobcenter bewilligte GrünBau dazu mehrere Stellen für Qualifizierungsmaßnahmen.

Die Umbauten vom reinen Kunstwerk zum Objekt mit großer Ernte werden noch einiges Geschick erfordern. So wird es noch etwas dauern, bis die Station in ihrer gärtnerischen Qualität erstrahlt. Natürlich ist bekannt, dass dies auch ein sehr empfindliches Objekt ist, welches aber von allen Bürgerinnen und Bürger geachtet wird. Im Frühjahr werden weitere Ideen und Möglichkeiten vorgestellt, die zeigen, wie Bürgerinnen und Bürger speziell in Hörde selbst Obst, Gemüse und Kräuter anbauen können.

Der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund finanzieren fördern die Urban Space Station im Rahmen des Projekts Soziale Stadt Stadtumbau Hörde.

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