Donnerstag, 12. Januar 2017

Internationale Wochen in der Auslandsgesellschaft

Besonderer Gast ist der algerische Autor und
 Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels 2011,
Boualem Sansal Bild: Roger von Heeremann
Vom 15. bis zum 31. Januar finden die Internationalen Wochen in der Auslandsgesellschaft statt. Das Programm reicht von Konzerten über Festveranstaltungen bis hin zu politischen Vorträgen.

Bei den internationalen Wochen in der Auslandsgesellschaft ist für jeden etwas dabei: Konzerte und Literaturabende, Benefiz- und Festveranstaltungen, landeskundliche oder politische Vorträge. Die Veranstaltungen führen quer durch Europa bis nach Lateinamerika und in die USA über Afrika, Afghanistan, China und Japan.

Vom 15. bis zum 31. Januar bieten die bilateralen Gesellschaften und Länderkreise der Auslandsgesellschaft NRW e.V. ein vielfältiges Programm an.
Besonderer Gast ist der algerische Autor und Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels 2011, Boualem Sansal.

Sein neues Buch "2084 - Das Ende der Welt" steht im Mittelpunkt der Veranstaltung am 22. Januar. Wie der Titel in Anlehnung an George Orwells Roman 1984 anklingen lässt, zeichnet auch Sansal in seinem Roman eine Zukunftsvision, wobei hier aber ein totalitäres Regime unter der Kontrolle religiöser Prinzipien und Versprechungen die Menschheit beherrscht. "Sansals Vision ist zugleich faszinierend und beunruhigend – in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche mahnt sie zu gelebter Brüderlichkeit, toleranter Demokratie und einsichtiger Freiheit" (Merlin-Verlag). Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich.

Eröffnungskonzert am 15. Januar um 17 Uhr mit dem Duo Bohemico

Die jungen tschechischen Künstler Anna (Querflöte) und Pavel (Gitarre) Cuchal präsentieren ihre Heimatmusik des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Während des gemeinsamen Studiums an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar gründeten sie im Jahr 2010 das DUO BOHEMICO. Seitdem setzten sie sich mit Komponisten, die auf dem Gebiet der heutigen Tschechischen Republik, Slowakischen Republik und Ungarn (Territorium der damaligen Österreichisch-Ungarischen Monarchie) geboren wurden, auseinander.

Es erklingen bekannte sowie vergessene Kompositionen, die in manchen Fällen durch die politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts beeinflusst wurden. Die Komponisten mussten ihre Heimat gegen das Exil tauschen um die Freiheit zum Komponieren zu gewinnen.

Am Dienstag, 17. Januar um 19 Uhr lädt die Deutsch-Afrikanische Gesellschaft zu einem Vortrag mit Diskussion ein, bei dem das Thema "Flucht und Migration – Schwarz ist der Ozean" ist.

Am 19. Januar um 19 Uhr geht es um die Situation in Afghanistan. Karla Schefter war 2016 mehrfach in Afghanistan. Sie berichtet über die aktuelle Situation vor Ort und generell über die Struktur der afghanischen Großfamilie und Gesellschaft. Ergänzend wird der neue Film des Dokumentarfilmema-chers Achim Kampmann über das Krankenhaus gezeigt.

Am 30. Januar um 19 Uhr geht es um das das Erbe der griechischen Kultur, Die Deutsch-Griechische Gesellschaft lädt zu einem Vortrag über Sprache, Literatur, Philosophie zum Thema "Hellas in Deutschland – Was wir den Alten verdanken" ein.

Am 25. Januar berichtet Dr. theol. Martin Breidert über Palästina und am 26. Januar findet der Internationale Holocaust-Gedenktag im Dortmunder Rathaus statt.

Das chinesische Frühlingsfest im Zeichen des Hahns verspricht am 20. Januar bezaubernde Beiträgen aus Kunst und Kultur während die Besucher am 21. Januar grünen Tee bei der japanischen Teezeremonie genießen können.

Am 27. Januar wird der Film "Ixcanul" -Träume am Fuße des Vulkans von Jayro Bustamante, Guatemala 2015, in spanisch mit deutschen Untertiteln, gezeigt.

Last but not least, in diesem Jahr findet das jährliche Klavierkonzert mit Larissa Batschkovskaja und Stanislas Batschkowkij aus Moskau im Rahmen der internationalen Wochen am 29. Januar statt.

Am 31. Januar lädt die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft zu einem Vortrag und einer Diskussion mit Prof. Claus Leggewie. Das Thema lautet: "Trumps Schatten – Elend und Glanz des Populismus in Amerika und andernorts". Claus Leggewie ist Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und des Global Cooperation Research Centre in Duisbug sowie Inhaber der Ludwig-Börne-Professur an der Universität Gießen. Er war bis 1997 Lehrstuhlinhaber an der New York University, anschließend Fellow am dortigen Remarque Institute, es folgten Gastprofessuren in Paris, Wien und Berlin.

Das Programm ist in der Auslandsgesellschaft erhältlich. Es wird empfohlen, sich zu den Veranstaltungen rechtzeitig anzumelden. Anmeldungen unter Tel. 0231 838 00 54 oder

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