Sonntag, 29. Januar 2017

Ruf ans Festspielhaus Baden-Baden: Benedikt Stampa verlässt Konzerthaus Dortmund

Benedikt Stampa. Bild: Peyman Azhari
Benedikt Stampa, Geschäftsführer und Intendant des Konzerthauses Dortmund, wird seine Wirkungsstätte nach 13 erfolgreichen Jahren verlassen. Ab der Spielzeit 2019/20 (1. Juni) wechselt der heute 51-Jährige in gleicher Funktion ans Festspielhaus Baden-Baden. Der Stiftungsrat des privatwirtschaftlich finanzierten Hauses bestellte Stampa in seiner Sitzung am Samstag (28. Januar) zum Nachfolger von Andreas Mölich-Zebhauser. Das Festspielhaus Baden-Baden ist Deutschlands größtes Opern- und Konzerthaus und zählt international zu den bedeutendsten klassischen Festspielorten.

„Der Wechsel von Benedikt Stampa von Dortmund nach Baden-Baden ist Verlust und Auszeichnung zugleich“, sagt Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Eine Auszeichnung ist es, weil man in Baden-Baden offenbar sehr gut registriert hat, welchen überragenden Ruf sich das Dortmunder Konzerthaus durch die Tätigkeit Benedikt Stampas erarbeitet hat. Benedikt Stampa hat in seinen Dortmunder Jahren eine großartige Leistung erbracht. Er hat das Haus in schwierigen Zeiten übernommen und bei Künstlern und Veranstaltern zu einem Player von bester Qualität gemacht.“

Vor dem Hintergrund dieses von Stampa erreichten Qualitätsstandards ist Sierau sicher, dass man auch bei der Nachfolge wieder gute Qualität für die Geschäftsführung des Konzerthauses finden wird. Dass Dortmund Anziehungskraft für Top-Leute bei Top-Positionen hat, deute sich auch bei der Nachfolgeregelung für Opern-Intendant Jens-Daniel Herzog an, so Sierau.

„Heute zunächst ganz herzlichen Dank für die gute Zeit mit ihm, die ja glücklicherweise noch fast zwei Jahre anhält“, so Sierau weiter. „Für seinen Wechsel 2019 nach Baden-Baden wünsche ich ihm dann zu gegebener Zeit alles erdenklich Gute und den größtmöglichen Erfolg.“

Eine „große Ehre“ nennt Benedikt Stampa seine Berufung ans Festspielhaus Baden-Baden. Er blicke mit Stolz auf das in Dortmund Erreichte zurück – auf bislang „zwölf intensive, beglückende und bereichernde Jahre“. „Das Konzerthaus Dortmund und die Stadt sind zu meiner zweiten Heimat geworden, und es fällt mir nicht leicht, diesen Ort in Richtung Süden zu verlassen“, sagt er.

Die Suche nach einem Nachfolger beginne sofort, so Dortmunds Kulturdezernent Jörg Stüdemann: „Stampa hat phantastische Arbeit geleistet. Seine Nachfolge wird ein bestens aufgestelltes Haus übernehmen.“

Der Musikwissenschaftler und Kulturmanager Benedikt Stampa ist seit der Spielzeit 2005/06 Intendant und Geschäftsführer am Konzerthaus Dortmund. Sein Vertrag in Dortmund endet Mitte September 2018. Zuvor wirkte er als Geschäftsführer der Musikhalle (heute: Laeiszhalle Hamburg) und war von 2000 bis 2005 Geschäftsführer des Hamburger Musikfests. In Dortmund realisierte er erfolgreich Formate wie die „Zeitinseln“, die einen Komponisten, Interpreten oder ein Thema für einige Konzerte in den Fokus rücken, oder die „Jungen Wilden“, die international erfolgreiche Nachwuchs-Musiker für einige Zeit ans Haus bindet. 2006 rief das Konzerthaus Dortmund das deutschlandweit erste Pop-Abo ins Leben.

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