Mittwoch, 15. Februar 2017

Bravo-Rufe nach dem 5. Philharmonischen Konzert

Marek Janowski. Foto: Felix Broede
Trotz BVB-Champions-League-Auftritts war das Konzerthaus beim 5. Philharmonischen Konzert am Dienstagabend rappelvoll. Alle wollten Marek Janowski sehen und hören, jenen fast 78-jährigen Dirigenten von Weltklasseformat, der von 1975 bis 79 auch mal GMD in Dortmund gewesen war. Janowski hat schon mit allen großen Orchestern der Welt gearbeitet, unter anderem dirigierte er Wagners Ring-Zyklus in Bayreuth.

Und der Maestro und seine Musiker wurden den Erwartungen gerecht. Am Ende eines mitreißenden Abends applaudierten die Zuschauer minutenlang im Stehen und es gab Bravo-Rufe. 



Die Philharmoniker hatten die beiden 8. Symphonien – von Beethoven vor und von Schubert nach der Pause – äußerst präzise und schwungvoll gespielt. Bewundernswert, mit welchem Elan Janowski in seinem Alter noch über knapp zwei Stunden zu Werke gehen kann. Von Müdigkeit war da auch im allerletzten Satz nichts zu spüren. Noten brauchte er bei beiden Werken nicht.

Laut Philharmoniker-Sprecherin Anneliese Schürer gibt es heute nur noch zwei oder drei aktive Musiker im Orchester, die Janowski noch zu seiner Zeit in Dortmund erlebt haben. Aber einige Ehemalige hätten bei den Proben vorbeigeschaut, um ihrem ehemaligen Chef die Hand zu schütteln. Und wer von den Musikern sich in diesen erkältungsintensiven Zeiten womöglich etwas kränklich gefühlt habe, habe das verdrängt. Schließlich habe man nicht immer die Gelegenheit, mit einer solchen Legende zusammenzuarbeiten. Gleiches galt offenbar für die Zuhörer, wie die Hustorgien in den kleinen Pausen zwischen den Sätzen bewiesen.

Andreas Schröter


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen