Dienstag, 11. April 2017

Ausschreibung zum Trash Up! - das Upcycling Festival im Depot Dortmund


2016 fand im Depot auf 2.000 m² nachhaltig umgenutzter Industriefläche das erste Upcycling-Festival in Dortmund statt. Nach erfolgreichem Auftakt steht nun der nächste Termin: Am 11. & 12.11.2017 bietet das Trash Up! wieder Freiräume für Visionen und Utopien und präsentiert andererseits handfeste Fakten und praktische Tipps für den bewussteren Umgang mit irdischen Ressourcen.

Das Herzstück des Festivals ist ein bunter Markt mit Upcycling-Produkten, weiterhin bieten Workshopangebote, Vorträge, Diskussionsrunden und Filme vielfältig spannende Möglichkeiten sich dem Thema anzunähern.

AUSSTELLER & AKTEURE GESUCHT


Ab sofort haben Hersteller von Upcycling-Produkten die Möglichkeit sich für einen Stand auf dem Markt des nächsten Trash Up! zu bewerben und die Kultur des Upcycling einem breiten Publikum näher zu bringen. Egal ob Kunst, Designobjekt oder handfester Gebrauchsgegenstand – es darf angeboten werden, was nachhaltig wiedergenutzt und aufgewertet wurde.

Ebenfalls gefragt sind alle Akteure, die z.B. Workshops, Repair-Café Angebote oder sonstige passende Formate zum Mitmachen, Vortragen, etc. im Sinne von Müllvermeidung und Nachhaltigkeit auf Trash Up! präsentieren und so ein vielfältiges Programm mitgestalten wollen. Bewerbungen bitte ausschließlich über das Bewerbungsformular unter

www.trashup-dortmund.de .

Das Upcycling - Festival Trash Up! wird veranstaltet vom Depot e.V. in Kooperation mit Die Urbanisten und unseren Sponsoren und Partnern DEW21, Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, dem Kulturbüro der Stadt Dortmund und dem Veranstaltungsmagazin Trailer.

UPCYCLING – WAS WIESO WARUM


Upcycling betrachtet Müll nicht einfach als Müll, sondern nutzt das darin noch enthaltene Potential. Das tut auch das altbekannte Recycling, bei näherer Betrachtung sind die beiden aber nicht mehr als entfernte Verwandte:
Recycling beschreibt die Methode der Rückführung von Wertstoffen in den Produktionsprozess. Dafür müssen grundsätzlich große Mengen Energie und Rohstoffe eingesetzt werden, beispielsweise wird Altpapier zerkleinert, aufgeweicht, chemisch gereinigt und ggf. gebleicht. Danach gesiebt, gepresst, getrocknet und zugeschnitten – und das ist nur die Kurzversion des Vorgangs. Bei einer Vielzahl von Materialien, z. B. Plastik oder eben Papier, führt Recycling zu einem stufenweisen Qualitätsverlust und wird daher auch als Downcycling bezeichnet.

Beim Upcycling hingegen werden Ausrangiertes, Verpackungsmüll und sonstiger Abfall nicht als Rohstoff, sondern als wiederverwertbares Material angesehen, daher eröffnet es einen ganz neuen Blick auf die Dinge und ihren Wert. Upcycling hat viel mit Fantasie und Kreativität zu tun – und bei der Aufwertung von Müll zu Gebrauchsgegenständen oder Designobjekten sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt: der unbrauchbare Fahrradschlauch wird zur Federmappe, ein mottenzerfressener Pulli verwandelt sich in eine warme Filzmütze und ein ausgedienter Fußball macht als Lampe nicht nur Licht, sondern ist ein echter Hingucker.

Diesen Prozessen liegt keine Wissenschaft zugrunde und es gibt kein bestimmtes Handwerk, das hier der Experte ist. Upcycling hat viel mit Ausprobieren zu tun und ist daher auch mit Do-it-yourself verknüpft. Mit einfachen Mitteln wird Vorhandenes umgearbeitet und etwas Neues entsteht.

Die Botschaft lautet: Weg von Massenkonsum und Wegwerfgesellschaft, hin zu aktiver Abfallvermeidung, ressourcenschonenden Produkten und innovativen Handlungsansätzen.

Trash Up! möchte weitere Schritte in diese Richtung unternehmen, neue Wege und Verbündete finden und freut sich über neue Teilnehmende und Partner!

DIE FESTIVALMACHER


Der gemeinnützig arbeitende Kulturort Depot hat erfolgreich die ehemalige

Straßenbahnhauptwerkstatt der Dortmunder Stadtwerke erhalten, umgebaut und ihr eine neue Bedeutung als Kulturort Depot gegeben, an dem die Kreativität ihren freien Lauf nimmt. Mehr als 40 Einzelpersonen, Gesellschaften, Vereine und Büros haben sich seit der Eröffnung 2001 etabliert. Im Depot arbeiten Architekten, Designer, Dozenten, Fotografen, Grafiker, Bildende und Darstellende Künstler.

Das Depot hat sich als Ort für Veranstaltungen mit Messe- und Marktcharakter in den vergangenen 15 Jahren weit über die Stadtgrenzen hinaus etabliert. Die in Eigenregie

organisierten Veranstaltungen Nachtflohmarkt, Kinderkram und Kunstbox, aber auch von

externen Veranstaltern durchgeführten Messen und Märkte wie Form & Design oder der Design-Gipfel finden regelmäßig, zum Teil mehrmals im Jahr, statt und werden mit durchschnittlich 1.500-2.500 Besuchern pro Tag gut angenommen. Ein wesentlicher Faktor spielt dabei die architektonisch herausragende und wetterunabhängige Mittelhalle im Depot.

www.depotdortmund.de

Der gemeinnützig tätige Verein und Kooperationspartner Die Urbanisten verbessern das

städtische Zusammenleben der Menschen vor Ort und schaffen neue Perspektiven für urbane Lebensräume in Dortmund. Die Urbanisten sind Impulsgeber, Initiator und Beteiligungsplattform – ein vielfältiges Netzwerk für die aktive Mitgestaltung der eigenen Stadt. Im Zentrum der Arbeit steht der öffentliche Raum als Schnittstelle zwischen bestehenden Kulturformen, wachsenden Strukturen und den individuellen Vorstellungen der Menschen. Das Thema Umwelt steht dabei besonders im Fokus.

www.dieurbanisten.de

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