Samstag, 6. Mai 2017

KJT: "Dreier steht Kopf" ist ein witziges Stück für jüngere Kinder

Szene aus "Dreier steht Kopf" mit Andreas Ksienzyk,
Bianka Lammert und Rainer Kleinespel (v.l.). Foto: Hupfeld
Kurz, witzig und gut – das ist „Dreier steht Kopf“, ein Theaterstück von Carsten Brandau, das am Freitag Premiere im Sckelly hatte, also der kleineren Bühne im Kinder- und Jugendtheater. Kinder ab vier Jahren sollten daran ihren Spaß haben.

Regisseurin Johanna Weißert hat „Einer“ (Andreas Ksienzyk) und „Zweier“ (Bianka Lammert) ein heruntergekommenes Obdachlosen-Outfit verpasst und lässt sie in Mülltonnen nach Brauchbarem wühlen. 

Doch obwohl die beiden ganz offensichtlich am unteren Ende der gesellschaftlichen Skala leben, haben auch sie ihre klaren Hierarchien. Einer muss bei allem der Erste sein, Zweier der Zweite. Das kann auf Dauer anstrengend sein. Und was wäre, wenn man einfach mal auf die Ordnung der Zahlen pfeift, so wie die Vögel es tun? Richtig kompliziert wird’s, als „Dreier“ (Rainer Kleinespel) die Bühne betritt …

Die drei gut aufgelegten Schauspieler dürfen nicht nur im Müll wühlen und gefundene Waffelhörnchen essen – sie pfeifen auch wie die Vögel und turnen auf einem Klettergerüst herum, von dem sie – als die Ordnung der Dinge vollkommen aus den Fugen geraten ist – kopfüber herunterhängen. Eine witzige Flaschenzug-Bühnentechnik sorgt dafür, dass die Wolken, die zum Bühnenbild gehören, plötzlich unter den Schauspielern fliegen. Das macht Spaß und hat, wenn man möchte, sogar eine philosophische Aussage.

„Dreier steht Kopf“ sei hiermit älteren Kindergarten- oder jüngeren Grundschulkindern wärmstens empfohlen.

www.theaterdo.de

Andreas Schröter


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