Mittwoch, 10. Mai 2017

Philharmoniker setzen ihren Rachmaninow-Zyklus mit Höchstleistung fort

Violinistin Mirijam Contzen kam im zweiten
Teil des 8. Philharmonischen Konzertes
zum Einsatz. Foto: Joseph Molina
Einen gelungenen Abend erlebten die Besucher des 8. Philharmonischen Konzertes am Dienstagabend im Konzerthaus. Die Philharmoniker setzten ihren Rachmaninow-Zyklus fort, und spielten nach der Pause Tschaikowskys Violinkonzert mit Mirijam Contzen als Solistin.

Bereits beim Vorgespräch „Wir stimmen ein“ spürten die Zuhörer, wie enthusiastisch GMD Gabriel Feltz dem Werk Rachmaninows gegenübersteht. Er halte die 3. Sinfonie, die er an diesem Abend dirigierte, mit all ihren feinen Nuancen und Tempowechseln für eines der genialsten Werke der Musikgeschichte, sagte er. Und es gelingt Feltz, diesen Funken der Begeisterung aufs Publikum – und wohl auch auf die Orchestermusiker – überspringen zu lassen, sodass sie imstande sind, genau die Höchstleistungen abzurufen, die dieses Werk erfordert. 

Die Musik klang transparent, und es gelang den Musikern, die vielen Facetten herauszuarbeiten, die diese Musik ausmacht. Interessant ist (auch) die Instrumentierung: Eine Bassklarinette kommt genauso vor wie gestopfte Trompeten. Rachmaninow sei ein Bastler und Experimentierfreund gewesen, so Feltz dazu.

Wie schon bei der 1. und 2. Sinfonie, die die Philharmoniker Ende 2014 beziehungsweise Anfang 2016 eingespielt hatten, entsteht auch diesmal aus den beiden Konzerten am Dienstag und Mittwoch eine CD, die voraussichtlich im September erscheint.

Nach der Pause hatte die aus Lünen stammende Violin-Solistin Mirijam Contzen beim gewohnt souverän vorgetragenen Violinkonzert von Tschaikowsky ein (Fast-)Heimspiel. Mirijam Contzen ist bekanntlich seit langem künstlerische Leiterin des Cappenberger Kammermusikfestivals und seit Neuestem auch Professorin für das Fach Violine an der Universität der Künste in Berlin.

www.doklassik.de

Andreas Schröter

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