Freitag, 23. Juni 2017

Dortmund blickt zur ExtraSchicht in die Vergangenheit und in die Zukunft

Foto: Matthias Duschner
Dortmund präsentiert zur ExtraSchicht am Samstag (24.6.) ein Stadtmärchen in der Kokerei Hansa mit Märchenkaraoke und einer spektakulären Kochshow. Das Dortmunder U bringt Besucher zurück in die Zukunft mit Aktionen rund um die Digitalisierung. Im Deutschen Fußballmuseum werden Kurzführungen zum Thema Revierfußball angeboten und für musikalische Begleitung ist auch gesorgt. Fotoausstellungen und Ruhrpott-Geschichte gibt es im Künstlerhaus Dortmund zu bestaunen. 

Auf der Zeche Zollern treten Besucher eine Zeitreise in die „Goldenen Zwanziger“ an. Im Kulturort Depot steht alles unter dem Motto Nachhaltigkeit und Umwelt entlang dem „grünen“ Faden. In diesem Jahr steht A-Cappella im Brauerei Museum im Mittelpunkt, aber auch Bierverkostungen stehen auf dem Programm. Das Hoesch-Museum lädt zum Mitmachen mit Programmpunkten rund um das Fahrrad ein.

Hansa – Ein Stadtmärchen
Zur ExtraSchicht wird die Kokerei Hansa zur imaginären Stadt. Mit Stadttor, zahllosen Lichtern, einem Marktplatz und einer neuen Ringstraße, die mit viel buntem Verkehr eingeweiht wird. Wer nicht selbst laufen mag, wird von Delinus, dem kleinsten Taxi der Welt, mitgenommen. Auf dem Schwarzen Platz wartet ein Streetfood-Markt mit Leckereien, eine absurde Kochshow von Mister M., Poetry Slam über das Großstadtleben im Ruhrgebiet von Oliver Uschmann und einem „Bach2Back“ – DJ Set von Lost Boy & Ben Postler. Bei den Koksöfen angekommen, überraschen elegante Tangotänzer und Akkordeonspieler die Besucher mit melancholischen Klängen. Dazu gehört auch ein geheimnisvoller Stadtwald, der zum Märchenanhören und -erzählen einlädt. Zur Mitternacht feiert die Stadt Hansa ihr flammendes Finale, mit klassischem Streichquartett und einem eindrucksvollen Feuerspiel zwischen den filigranen Kühlturmgerüsten.

back to the future
Das Dortmunder U
reist zurück zu dem Zeitpunkt, als „d i g i t a l“ magische Zukunftsmusik war. Soul & Funk ab Ende der 60er Jahre liefern das perfekte Vorspiel! Per „Tiltbrush“ können Besucher ihr eigenes Kunstwerk schaffen, begehen, betrachten und das ganz ohne Papier. Bei „Unter Tage! Bergbau-Gaming“ trifft E-Sport auf Industriekultur. Nichts für Bildschirm-Streichler, aber für Groß und Klein. Das Gestalten eigener Postkarten steht auch auf dem Programm sowie ein Besuch im „Fulldome“ mit geheimnisvollen Orten.

Erlebe Dich selbst
Im Deutschen Fußballmuseum
wird Sound im Raum mit Lichtinstallation und Kulissenbau kombiniert. Speziell zur ExtraSchicht gibt es Kurzführungen zum Thema Revierfußball. Außerdem in der Arena zu erleben: Tommy Finke und seine Band. Gemeinsam werden hier die schönsten, schrägsten und stimmungsvollsten Fußballhymnen geschmettert. Dazu die Gruppe Emscherblut. Deren Motto: Gib uns Dein Wort - wir machen Dir eine Szene. Aus einer Bühne, etwas Licht, einem ausgewogenem Publikum und einer pfiffigen Idee wird fulminantes Improvisationstheater.

Foto-Ausstellung und Ruhrpott-Geschichte
Im Künstlerhaus Dortmund
erwarten Besucher jeweils zur halben und vollen Stunde Führungen durch die laufenden Fotoausstellungen und zur Geschichte des Künstlerhauses. Liebhaber zeitgenössischer Kunst kommen ebenso auf ihre Kosten wie Geschichts-Fans mit Fokus auf der Bergbaugeschichte im Ruhrgebiet. Die fotografischen Arbeiten der Künstler zeigen ein Panorama der Alltagswelt. Die Ausstellung „History Repeating“, zeigt das Künstlerhaus in seinen Ursprüngen als Zechenbauwerk bis hin zum Atelier- und Ausstellungshaus.

Die Goldenen Zwanziger
Die Welt der „Goldenen Zwanziger“ präsentiert das LWL- Industriemuseum Zeche Zollern
zurExtraSchicht. Mit Musik, Tanz und Show der Swing-Kabarett-Revue, Filmvorführungen von „The Artist“, Vintage Fotostudio, Schellack DJ und einer Feuershow der Chabernaq Company entsteht, begleitend zur Sonderausstellung „Erich Grisar“, eine Reise in die Zwanziger. Die Zeche Zollern ist heute ein Museum für die Sozial- und Kulturgeschichte des Ruhrbergbaus.

It’s time for a change …
International renommierte Fotografen zeigen im Kulturort Depot
eindrückliche Bilder zu den “Grenzen des Wachstums”. Dazu wird der „grüne“ Faden gesponnen mit Themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit. Mitmachen ist hier definitiv erwünscht: Beim Upcycling Workshop steht „aus alt mach neu“ im Mittelpunkt und Besucher schneiden, rollen und kleistern mit Hilfe von Zeitschriften, Pappen und Büchern. Auf charmante Weise nutzen die Musiker Resonanzräume, die in Objekten wie Rohren oder Behältern entstehen. Die Ateliers der Künstler im Depot sind in der Nacht offen zugänglich. Bei einer historischen Führung können die Gäste die außergewöhnliche Architektur des Hauses genießen.

Schauen, hören und genießen
Im Mittelpunkt des Programms im Brauerei-Museum
steht A-Cappella Musik.
Die Freude an Musik, Gesang und Gerstensaft verbindet die Menschen nicht nur im Revier. Mittlerweile fast schon arrivierte Newcomer streifen als kleinstes Vokalorchester der Welt durch Rock und Pop, Oper und Jazz. Add One, die Gewinner des Deutschen Pop-Preises 2012 als beste Gesangsgruppe, präsentieren ihr neues Programm. Unverzichtbar für die Besucher ist die Bierverkostung im historischen Sudhaus. Füllen und Etikettieren von Flaschen mit der Technik des frühen 20. Jahrhunderts erwartet neugierige Gäste. Führungen durch die neue Sonderschau „Essen außer Haus. Vom Henkelmann zum Drehspieß“ und durch die Dauerausstellung darf man sich ebenfalls nicht entgehen lassen.

200 Jahre Fahrrad
Vor genau 200 Jahren begann die Entwicklung des Fahrrads. Den Auftakt des Programms im Hoesch-Museum bilden daher Probefahrten, E-Bike-Vorstellungen durch die Firma B.O.C und die Ausstellung historische Räder und Rennräder inklusive Erklärungen eines Zeitzeugen. Showfahrer, Profis der BMX-Infaction aus Köln zeigen auf kleinen BMX-Rädern ihr atemberaubendes Können. Auf mitgebrachten BMX-Rädern können die Besucher unter Anleitung eigene Fahrten unternehmen oder mit dem Stadlradl in die verbotene Zone fahren: auf das Werksgelände von thyssenkrupp in Dortmund.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen