Montag, 26. Juni 2017

Oper: Rockoper "Beethovens's Last Night" vor der Premiere

Der Jugendclub der Oper Dortmund „Die Tortugas“ sowie Schülerinnen und Schüler des Märkischen Gymnasiums Iserlohn präsentieren ab Dienstag, 11. Juli 2017, um 19.30 Uhr im Dortmunder Opernhaus die Rockoper Beethovens's Last Night. Unter der Leitung von Regisseur Alexander Becker und dem Dirigenten Stefan Scheidtweiler werden die Jugendlichen von Mitgliedern des Ensembles der Oper Dortmund sowie den Dortmunder Philharmonikern unterstützt. Ausgestattet von Annika Haller führt das Geschehen direkt in jene Nacht im Jahr 1827, in der das größte Unwetter in der Geschichte Wiens über der Stadt niedergeht und Ludwig van Beethoven seine Zehnte Symphonie beendet.

Muss die Musikgeschichte umgeschrieben werden? Müssen wir alles über den Haufen werfen, was wir über Ludwig van Beethoven zu wissen glaubten? Wenn es nach Paul O’Neill, Robert Kinkel, John Oliva und Chris Caffery geht, dann „ja“! Die Verfasser der Rockoper Beethovens's Last Night wissen nämlich, dass Beethoven eine zehnte Symphonie geschrieben hat. Zwar war die Taubheit nach dem „Freude schöner Götterfunken“ vollends eingetreten, aber Ludwig ließ nicht locker. Die Zehnte sollte der krönende Abschluss seines Schaffens sein.

Kurz vor Vollendung der letzten Takte ist er sich sicher: Dies ist sein größtes Werk! Pathetischer als die „Eroica“, gewaltiger als die „Neunte“ aber auch zarter als die „Mondscheinsonate“ wird sein Abschlusswerk sein. Diese Zehnte Symphonie wird ihn unsterblich machen. Größer und mächtiger als der Tod wird er nun mehr sein und ewig leben. Da erscheint, zufällig hat es gerade Mitternacht geschlagen, Mephistopheles. Unsterblich? Größer und mächtiger als der Tod? Wohl eher maßlos und größenwahnsinnig und damit biblisch-sündig! Lachend fordert Mephistopheles daraufhin Beethovens Seele.

Fassungslos darüber, dass der Augenblick der Vollendung seines größten Triumphs auch der Zeitpunkt seines Todes sein soll, bittet er Mephistopheles um mehr Zeit. Heimtückisch bietet ihm der Teufel alle Zeit an, die er benötigt, um seine letzte Komposition zu beenden und fügt diabolisch hinzu: Wenn Beethoven ihm seine letztes Werk übereignet, mag er als Gegenleistung seine Seele behalten und damit der ewigen Verdammnis entgehen. Allerdings wird dafür Beethovens Zehnte niemals veröffentlicht. Eine Stunde Bedenkzeit gewährt der Teufel. Zurück bleibt ein verzweifelter Beethoven, der aber bereit ist, den Kampf um sein Werk aufzunehmen.

Paul O’Neill, Robert Kinkel, John Oliva und Chris Caffery zitieren in der Rockoper für Jugendliche ab 12 Jahren bekannte Motive aus Beethovens Werk, arrangieren sie neu und stellen damit ein außergewöhnliches Künstlerleben dar.

Premiere: 11.07.19.30 Uhr

Weitere Termine: 12.07., 11.00 und 19.30 Uhr im Opernhaus. Karten sind an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de erhältlich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen