Dienstag, 6. Juni 2017

Transurban-Festival bringt Straßenkunst nach Dortmund

Dortmund wird im Juni zur Spielwiese urbaner Kunst- und Kulturprojekte. Zusammen mit der 44309Street//Art Gallery findet die Veranstaltung TRANSURBAN, eine Plattform zur Vernetzung der Urban Art Szene in NRW, statt. Startschuss ist der 9. Juni 2017.

Die Veranstaltungsreihe TRANSURBAN findet vom 9.Juni bis zum 2. Juli in Dortmund statt. Als einzige Galerie des TRANSURBAN-Netzwerks nimmt 44309Street//Art Gallery eine wichtige Position ein. Die Auftaktveranstaltung findet am 9. Juni in der Ludwigstaße 12, mit der Einweihung des Urban Art Archivs, statt. Nach einem Grußwort von Andrea Hankeln (Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kulturbund Sport des Landes Nordrhein-Westfalen), stellen Verantwortliche das Kunstprojekt vor. Anschließend folgen Archivrundgang und Stadtführung.

Im Rahmen von TRANSURBAN werden in diesem Sommer zwei weitere Wandgemälde entstehen (Künstler: MOST und Lea Carla Diestelhorst). Im Mittelpunkt des Dortmunder Programms steht das TRANSURBAN-Stadtgespräch “Urban Artist zwischen Straße und Kunstbetrieb”. Zum Gespräch diskutieren Künstler, Förderer und Sachverständige über die Grauzone zwischen Illegalität und durch Kultureinrichtungen getragenen Projekte und hinterfragen das Selbstverständnis des Urban Artists und seiner Arbeit.

Das Stadtgespräch wird eingeleitet durch eine Filmvorführung: “Hello My Name Is” (15 Kurzportraits von Urban Artists aus verschiedenen Genres) und einem gleichnamigen Impulsvortrag von Dr. Patrick Gau (RA für Strafrecht). Darüberhinaus gehören geführte Street Art- Spaziergänge, Graffiti Jams und Konzerte zum Dortmunder Programm.


TRANSURBAN schafft regionales Netzwerk


Das Projekt wurde 2015 angestoßen und wird in diesem Jahr weiterentwickelt. TRANSURBAN verbindet die Urban Art Festivals und Aktionen von sechs Städten NRWs zu einem regionalen Netzwerk. So präsentieren neben Dortmund, Hagen, Düsseldorf und Köln auch Bochum und Essen von Juni bis Oktober 2017 ein interdisziplinäres Programm urbaner Kunst und Kultur. Zu erwarten sind künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum von regionalen bis internationalen Künstlern.

Die künstlerischen Positionen werden begleitet durch ein vermittelndes Rahmenprogramm, das Interaktion und Bürgerbeteiligung voraussetzt und fördert. Im Zentrum stehen eine Reihe von Veranstaltungen zu Urban Art in NRW, die Ursprung, Inhalte, Ziele und weiteren Entwicklung dieser jungen Kunstform diskutieren. Diese Stadtgespräche zeigen, dass Praktiken der Aneignung von Stadt und der Institutionalisierung neuer kreativer Ansätze, nicht nur ästhetische, sondern auch gesellschaftspolitische Gestaltungskraft besitzen. Dabei greifen sie lokale als auch regionale Herausforderungen der Akteure auf.


Was bleibt? Das Urban Art Archiv


In der kunsthistorischen und kulturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Stadt und Kunst etabliert TRANSURBAN zudem ein NRW-weites Urban Art Archiv. Dieses Archiv soll sowohl digital erscheinen als auch physisch – in Form eines Containers, der von Stadt zu Stadt wandert und nach und nach mit Inhalten gefüllt wird. Darin werden sowohl Positionen aus Darstellender, Bildender und Angewandter Kunst ihren Platz finden als auch Institutionen und Publikationen.

weitere Infos ab dem 9. Juni 2017

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