Sonntag, 25. Juni 2017

Über Geld und Lust: Nora Bossong liest in der Stadt- und Landesbibliothek

Nora Bossong. Foto: Peter-Andreas Hassiepen
Alles begann mit dem altmodischen Plüsch eines Sexshops. Als Kind traute sich Nora Bossong nur, ihn aus den Augenwinkeln zu betrachten. Als junge Frau wagt sie sich in jene Geheimzone, in der Lust nackte Arbeit ist und unsere Sexualität und der Kapitalismus frontal aufeinanderprallen. „Rotlicht“ heißt ihr aktuelles Buch, in dem sie aus verschiedenen Perspektiven davon erzählt. Am Mittwoch, 28. Juni, 19.30 Uhr liest sie daraus im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek. Der Eintritt ist frei.

Nora Bossong berichtet über harmlose Studenten bei Dildo-Präsentationen und altersweise Pornoproduzenten. Sie war in schäbigen Sexkinos und am Salat-Buffet eines Swingerclubs. Ihre Geschichten erzählen von einer Gesellschaft, die das Verruchte immer abwaschbarer gestaltet. Und sie stellt die Frage, warum das Rotlichtmilieu die echte Wollust nur an den Mann bringen will – und niemals an die Frau.

Nora Bossong, 1982 in Bremen geboren, studierte in Berlin, Leipzig und Rom Philosophie und Komparatistik. Sie wurde unter anderem mit dem Peter-Huchel-Preis, dem Kunstpreis Berlin und dem Roswitha-Preis ausgezeichnet.

Für die Veranstaltung kooperieren Historischer Verein Dortmund, Stadtarchiv, Fritz Hüser Institut, Fritz Hüser Gesellschaft, Stadt- und Landesbibliothek & Freunde der Stadt- und Landesbibliothek.

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