Dienstag, 25. Juli 2017

MKK holt Pieter-Hugo-Ausstellung nach Dortmund

DAVID AKORE, AGBOGBLOSHIE MARKET,
ACCRA, GHANA, AUS DER SERIE
"PERMANENT ERROR", 2009-2010
Bild: Pieter Hugo | Priska Pasquer, Köln
Als zweites deutsches Museum überhaupt zeigt das Museum für Kunst und Kulturgeschichte die Ausstellung "Between the devil and the deep blue sea" des südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo. Er zeigt mit Stillleben und Landschaftsbildern wie Menschen mit kultureller Unterdrückung oder politischer Dominanz leben.

Was trennt, was verbindet uns? Wie leben Menschen mit den Schatten kultureller Unterdrückung oder politischer Dominanz? Der südafrikanische Fotograf Pieter Hugo, geboren 1976 in Johannesburg, geht diesen Fragen in seinen Porträts, Stillleben und Landschaftsbildern nach. 

Eine Ausstellung seiner Arbeiten kommt im November nach Dortmund: Als zweites deutsches Museum überhaupt zeigt das Museum für Kunst und Kulturgeschichte einige seiner Foto-Serien.

Es handelt sich dabei um die Übernahme der Ausstellung "Pieter Hugo. Between the devil and the deep blue sea", die noch bis zum 23. Juli am Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen ist. Zuvor hatte Pieter Hugo Einzelausstellungen unter anderem im Fotomuseum Den Haag, dem Musée de l’Elysée Lausanne, dem Müpa Budapest und der Fondation Henri Cartier-Bresson Paris.

Die Ausstellung in Dortmund gehört zu einer Reihe von Aktivitäten rund um den Kontinent Afrika, die nach dem "Afro Ruhr"-Festival im Herbst in der Stadt zu erleben sind.

Einzelausstellungen des Künstlers waren bislang im Fotomuseum Den Haag, dem Musée de l’Elysée Lausanne, dem Müpa Budapest und der Fondation Henri Cartier-Bresson Paris zu sehen. Nach
Stellten das Ausstellungsprojekt vor: (v.l.)
Dr. Brigitte Buberl (MKK) Dr. Uta Ruhkamp
(Kunstmuseum Wolfsburg), Dr. Jens Stöcker (Direktor MKK)
Bild: Stadt Dortmund / Anja Kador
Dortmund kommt ein Überblick über sein Schaffen mit Serien wie "Looking Aside", "Kin", "The Hyena & Other Men", "Permanent Error", "There’s a Place in Hell for Me and My Friends" oder "Nollywood", die Pieter Hugo bekannt machte. Auch jüngere Projekte "1994", "Rwanda 2004: Vestiges of a Genocide" und "Californian Wildflowers" werden präsentiert.
Über Pieter Hugo

Pieter Hugo wuchs im postkolonialen Südafrika auf und erlebte 1994 das Ende der Apartheid. Kennzeichnend für seine Arbeit ist sein feines Gespür für soziale Dissonanzen: Sensibel bewegt er sich mit seiner Kamera durch alle sozialen Schichten, in seiner Heimat sowie in Ländern wie Ruanda, Nigeria, Ghana, China oder den USA.

In seinen Fotografien erfasst Pieter Hugo die Spuren und Narben gelebter Biografien sowie erlebter Landesgeschichte. Sein besonderes Interesse gilt dabei den Subkulturen, der Kluft zwischen Ideal und Realität. Er porträtiert Obdachlose, Albinos und Aidskranke ebenso wie Männer, die Hyänen, Schlangen und Affen zähmen oder Elektroschrott sammeln. Seine Modelle sind Nollywood-Schauspieler in Kostüm und Pose, aber auch seine eigene Familie und Freunde.

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

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